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Nach dem gemeinsamen Aufbau
des Feuers und dem rituellen Legen der Steine in das aufgeschichtete
Holz wird das Feuer durch den Feuermann oder die Feuerfrau
entzündet. Das Holz der Bäume gibt sich hin, um
die Steine (Großväter) zu erhitzen. Sind die Steine
nach etwa 2 Stunden glühend heiß, machen wir
uns bereit und betreten auf allen Vieren die Schwitzhütte.
Die Schwitzhütte ist ein aus Weiden- oder Haselnußruten auf
besondere Art gebautes Gerüst in Form eines Iglus, über das
dicke Wolldecken gelegt werden. Eine zweite hier am Platz gebaute
Schwitzhütte ist ganz aus Lehm gebaut.
In der Mitte
der Hütte ist eine Grube ausgehoben, in die jetzt
die rotglühenden heißen Steine gelegt werden. Diese
Aufgabe übernimmt der Feuermann oder die Feuerfrau, der/die
auch während der gesamten Zeit das Feuer hütet.
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Die Großväter
(Steine) werden mit Kräutern begrüßt. Der
Eingang der Schwitzhütte schließt sich und es wird
vollständig dunkel. Nur die glühenden Steine geben
einen schwachen Lichtschein. Wasser wird vom Wassergießer
auf die Steine gegossen. Es dampft.
Du befindest dich im Schoß der Erde, wie in einer Gebärmutter.
Die erste Runde beginnt. Es werden kraftvolle Lieder gesungen,
Geschichten erzählt, es wird gebetet, zugehört,
nach innen gespürt,...
Wir verbinden uns mit unseren Ahnen, den Krafttieren, mit
Mutter Erde, den Spirits (geistigen Helfern) und den Kräften
des Universums.
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Insgesamt finden vier Runden
statt, zwischen denen die Tür der Schwitzhütte geöffnet
wird. Dampf entweicht durch die Tür. Mit dem Dampf steigen
alle Gebete zu den Spirits und zur Schöpferkraft auf.
Die Tür schließt sich wieder und eine neue Runde
beginnt. Jede Runde steht für ein anderes Thema und einen
anderen Abschnitt des Lebens.
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Die Schwitzhütte
ist ein sehr kraftvolles Reinigungsritual, das ursprünglich
nur für die Männer war, da sie wie die Frauen keine
innere Reinigung durch die Mondzeit erleben. Da aber die Mondzeit
nicht mehr die Bedeutung wie in früheren Zeiten bekommt,
ist auch für die Frauen die Schwitzhütte eine sehr
gute Möglichkeit der Reinigung geworden. |
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Diese Reinigung vollzieht
sich auf den Ebenen von Körper, Geist/Emotion und Seele.
Innere Anteile, die nicht mehr gebraucht werden, können
losgelassen werden. Somit entsteht Platz, um neue Anteile
zur persönlichen Weiterentwicklung einzuladen. Die Schwitzhütte
kann dadurch wie eine Neugeburt erlebt werden.
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Teilweise kann
es in der Schwitzhütte sehr heiß werden. Aber sei
gewiß, daß die Steine durch die Hilfe des Wasser
dich reinigen und dich heilen wollen. Erlaube loszulassen
und dich der Hitze hinzugeben. |
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Nach der vierten Runde verlassen
alle mit einem Dank an "alle meine Verwandten" die
Schwitzhütte. Draußen brennt das Feuer. Du kommst
wieder in dieser Welt an. Neugeboren aus dem Schoß der
Erde. Die Zeremonie ist beendet. |
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Zum Abschluß wird etwas
zu essen und zu trinken gereicht. Dies verhilft, daß
du wieder ganz auf der Erde ankommst. Wir sitzen noch etwas
um das Feuer, bis dieses dann langsam verglimmt.... . |
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Die
Mondzeit:
(Dieser Text ist durch viele Gespräche mit Frauen, Recherche
in verschiedenen Texten und eigenen Erfahrungen mit Frauen
entstanden).
Die Mondzeit, d.h. die Zeit der Menstruation der Frau, wird
bei den indianischen Kulturen wie auch bei vielen anderen
Kulturen auf der gesamten Erde als eine sehr besondere Zeit
angesehen. In unserer westlichen Kultur ist viel Wissen über
die mystischen Kräfte, die im weiblichen Zyklus liegen,
zerstört und verdrängt worden. Sehr oft wird diese
Zeit von der Frau mit Scham, manchmal mit Ärger oder
sogar als Strafe betrachtet. Unsere westliche Kultur gibt
zudem kaum Raum für die weiblichen Urkräfte, die
im Mondzyklus liegen. (Sicherlich auch aus Angst vor der Kraft
der Frau).
Auch fehlt die Würdigung oder das Feiern der ersten Mondzeit
wie dies in vielen Kulturen getan wird. Das Mädchen erlebt
dort durch Zeremonien die Aufnahme in den Kreis der Frauen.
Vergleichbare Übergangsrituale gibt es natürlich
auch für die Jungs, die dann bei den Männern aufgenommen
werden und die bei uns ebenfalls fehlen.
Mit der ersten Mondzeit beginnt für die Frau eine zyklische
Entwicklung, die im indianischen wie auch im keltischen Weltverständnis
mit den Aspekten von Geburt, Entwicklung und Tod verbunden
ist. Eine Frau durchläuft dabei in der Zeit der Blutung
eine Reinigung und Erneuerung auf allen Ebenen. (Körper,
Geist und Seele). Sie wird deshalb auch gerne als innere Schwitzhütte
bezeichnet.
Gleichzeitig ist die Frau in der Mondzeit auch sehr offen
und sensibel für feine Wahrnehmungen, sich selbst betreffend
wie auch gegenüber Einflüssen aus der Umgebung bzw.
von anderen Menschen.
In vielen Traditionen und bei indianischen Stämmen kann/konnte
sich die Frau deshalb in dieser Zeit zurückziehen, sich
ganz sich selbst und ihrer inneren Reinigung widmen und ist/war
von allen alltäglichen Aufgaben befreit.
Durch die große Offenheit, ist der Frau aber auch der
Zugang zur spirituellen Welt besonders intensiv möglich.
Wenn sie es erlaubt, sind ihre intuitiven Fähigkeiten
voll entfaltet und sie ist sehr empfänglich für
Visionen und Träume. Die Frauen nützen/nützten
diese besondere Kraft bzw. diese besondere Zeit für spezielle
Rituale.
In dieser Phase können sich jedoch auch zerstörerische
Kräfte zeigen, die über die Frau (meist unbewußt)
wirken können. Dieses Wissen äußert sich z.B.
darin, daß eine Frau in der Mondzeit bestimmte Zeremonie-Gegenstände
nicht berührt oder bei bestimmten Zeremonien nicht anwesend
ist.
Daß besondere Kräfte während der Mondzeit
da sind, zeigt sich bei uns z.B. noch in alten bäuerlichen
Weisheiten. So sollte eine Frau in der Mondzeit keine Mayonnaise
oder Marmelade machen, da sie dann nicht so haltbar wäre.
Auch würde sich dies beim Kühe melken auf die Haltbarkeit
der Milch auswirken.
Die Energie der Mondzeit ist am höchsten ausgeprägt
einen Tag vor und die ersten Tage nach Beginn der Blutung.
Ich empfinde es als sehr wichtig, diese Energien zu verstehen
und mit ihnen umgehen zu lernen, für die Frauen wie für
die Männer. Es gilt hier, verlorengegangenes Wissen wiederzuerlangen.
Die Mondzeit gibt der Frau dabei die wertvolle Möglichkeit
in Kontakt mit ihrer weiblichen Kraft zu kommen, eigene Rituale
zu feiern und die Verbindung zum Mond, zu Mutter Erde, zur
Natur und zur geistigen Welt zu suchen.
Zu deinem eigenen Schutz und aus Respekt vor der Schwitzhütten-Zeremonie
bitte ich dich, als Frau während deiner Mondzeit nicht
auf den Zeremonie-Platz zu kommen.
Statt dessen lade ich dich ein, diese Zeit für dich zu
nützen, um in deine spirituelle Kraft einzutauchen, dich
mit ihr vertraut zu machen und auf diesem Wege das Geschenk
der Schöpfung an dich als Frau zu ehren.
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Die Schwitzhüttenkleidung
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Normalerweise treten wir in
die Schwitzhütte ein so wie die Schöpferkraft uns
erschaffen hat. Wir wollen uns hinter nichts verstecken. Damit
aber Scham oder Mann/Frau-Themen uns nicht vom eigentlichen
Ritual ablenken, bitte ich dich etwas Leichtes aus Baumwolle
zum Anziehen in der Hütte mitzubringen. Dies kann z.B.
ein Baumwollkleid, ein langes T-Shirt, Shorts, ein Saunatuch
oder ähnliches sein.
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Spende
Eine Schwitzhütte braucht viel Vor- und Nachbereitung.
Hierzu gehören z.B. die Arbeiten und die Kosten für
den Platz, die Beschaffung des Holzes, der Steine, des Wassers, der Decken
und aller Gegenstände, die gebraucht werden. Im Nachhinein
das Waschen und Trocknen der Decken, Aufräumarbeiten, ....
Und im Gesamten braucht dies vor allem viel Zeit und Energie....
Deine Spende in Form von einem selbstgewählten Geldbeitrag
möchte diese Arbeiten für das Äußere einer
Schwitzhütte würdigen. Hierfür bedanke ich mich ganz
herzlich.
Nach der Schwitzhütte stelle ich dafür eine Dose auf. |
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Schwitzhütten-Termine
Aufgrund großer persönlicher Veränderungen biete ich im Moment keine Schwitzhütten an.
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| siehe
unter Termine |
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Zur
Schwitzhütte bitte mitbringen:
Kleidung für jedes Wetter, etwas zum Anziehen in der
Schwitzhütte wie z.B. ein Baumwollkleid, T-Shirt, Shorts,
2 große Handtücher, offener Tabak und ein paar
Stücke einfarbigen Baumwollstoff für tobacco-ties,
Bindfaden (z.B. Baumwollgarn)
etwas zu trinken, eine Kleinigkeit zum Essen für das
anschließende Buffet, Teller und Besteck für eine
Suppe, eine Tasse,
eventuell ein Geschenk für den Feuermann/die Feuerfrau,
der/die uns das Feuer hütet und die heißen Steine
bringen wird. |
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